Konfessionsverbindende Ehen und Familien sind kein Problem - Sie sind die Lösung

Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland

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Gott ließ es wachsen

Ein dankbarer Rückblick

Wie viel christliche Gemeinschaften in der Kirchegeschichte und in unseren Tagen machte das Netzwerk Ökumene die Erfahrung des Entstehens und des Wachstums, es ist keine geplante Institution. Eine Arbeit mit konfessionsverschiedenen und konfessionsverbindenden Paaren, Ehen und Familien gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten - insbesondere auf regionaler und vereinzelt auch auf überregionaler Ebene. Doch dies geschah weit gehend unvernetzt und meistens sporadisch durch engagierte Einzelkämpfer und betroffene Paare. 1998 nahm ein solches Ehepaar an der ökumenischen Versammlung in Graz teil, wo sie landesweite Organisationen und Initiativen konfessionsverbindender Paare insbesondere aus dem angelsächsischen Raum, aus Frankreich und Österreich kennen lernten. Die Idee entstand, diesen Ansatz auf Deutschland zu übertragen. So wurde mit Unterstützung und in der rechtlichen Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise AÖK das Netzwerk 1999 gegründet. Das Ziel ist die Einheit der Christen, für die wir in einem umfassenden Sinn kämpfen: Denn wo Einheit wächst, ändert sich das Umfeld, in dem Paare ihre Konfessionsverschiedenheit erfahren und in welchem sie an der Last leiden, die die Konfessionen diesen Ehen aufbürden. Damit kann die Schuld der Konfessionen abnehmen, die darin besteht, die Spaltung der Christen in christliche Ehen hineinzutragen. Zusätzlich gibt es aber spezifische, nahe liegende Probleme, wie etwa die Gemeinschaft am Tisch des Herrn. Die Trennung bei Eucharistie und Abendmahl hat in der interkonfessionellen Ehe eine andere Qualität als in der allgemeinen ökumenischen Diskussion. Denn diese Paare sind in der Ehe verbunden und leben christliche Gemeinschaft Tag aus, Tag ein – zumindest wo diese Ehen konfessionsverbindend sind. Trotzdem ist auch hier das Ziel der Mahlgemeinschaft wiederum ein Teil des gesamten ökumenischen Weges. Wo Ehe und Familie konfessionsverbindend gelebt wird - was bei weitem nicht für jede interkonfessionelle Ehe gilt-, werden sie zum Grundmuster der Einheit: Denn konfessionsverbindende Familien leben die versöhnte Verschiedenheit unter einem gemeinsamen Dach. Und dies ist nicht einfach irgendein Dach, sondern eines, zu dem sie in der Ehe gemeinsam berufen sind und das sie zusammengestalten. Sie können so einen signifikanten Beitrag leisten, um die Konfessionen heraus aus der Sünde der Spaltung zu führen: Wir sind also nicht das Problem, sondern ein wichtiger Beitrag zu seiner Lösung. Damit hat das Netzwerk einen Auftrag, der weit über die Interessensvertretung konfessionsverbindender Paare hinausreicht: die Einheit der Christen.







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