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Ansätze ökumenischer EhevorbereitungÖkumenische Ehevorbereitung
Wo gibt es das?
Gefunden wurden – durch Informationen aus dem Internet bzw. durch Informationen von kontaktierten Personen – Modelle aus den Diözesen München, Freiburg, Köln und Rottenburg-Stuttgart. Während die ökumenische Ehevorbereitung in Freiburg, Köln (z.B. Köln, Düsseldorf, Wuppertal) und Rottenburg-Stuttgart (z.B. Esslingen, Neresheim, Göppingen) vereinzelt angeboten wird, findet sie in München diözesanweit statt.
Wie sieht ökumenische Ehevorbereitung konkret aus?
München:
Der Ökumenische Ehevorbereitungstag wird von einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen vorbereitet und gestaltet. Für die Referenten steht ein Musterablauf in Form eines Readers zur Verfügung (Themenvorgabe mit Methodenvorschlägen und entsprechendem Material).
Wichtige Elemente der Vorbereitung sind: 1.Erwartungen an Partnerschaft 2.Miteinander Beziehung gestalten 3.Eheverständnis beider Kirchen 4.Kirchenrechtliche Regelungen 5.Gestaltung der Trauung in beiden Konfessionen
Ökumenische Ehevorbereitung gibt es in München seit über 30 Jahren. (Darüber hinaus gibt es seit 7 Jahren auch eine christlich-muslimische Ehevorbereitung.)
Kontakt: www.ehevorbereitung-muenchen.de
Esslingen:
In Esslingen wird ein „Ökumenischer Tag für Paare“ angeboten. Dieser wird von einem katholischen Pfarrer und einer evangelischen Pfarrerin vorbereitet und gestaltet. Ein Schwerpunkt in Esslingen liegt darauf, dass die Partner gezielt miteinander ins Gespräch kommen sollen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Seminars ist der Baustein: „Konfessionsverbindend? Leben in einer konfessionsverschiedenen Ehe und Familie“ Diese beispielhafte Einheit (ca. 3h), will erreichen, dass Teilnehmer sich mit Vorurteilen und verbreiteten Meinungen auseinandersetzen, Schwierigkeiten und Chancen der Konfessionsverschiedenheit formulieren und in ihrer Auswirkung auf konkrete Praxisfelder (z.B. religiöse Praxis in Familien) diskutieren, die Unterschiede im Eheverständnis verstehen, wünschenswerte und hilfreiche Formen der seelsorgerlichen Begleitung überlegen und die Möglichkeiten der Gemeinden zur Unterstützung konfessionsverschiedener Ehen und Familien untersuchen, eigene Erfahrungen formulieren und in die Diskussion einbringen, um die Verschiedenheit und Vielfalt praktizierter Formen, mit Konfessionsverschiedenheit umzugehen, wahrzunehmen. Allgemein ist zu bemerken, dass es wenig schriftliches Material gibt.
Köln:
In der Diözese Köln gibt es, wie in München, einen Reader mit Material für die Referenten der ökumenischen Ehevorbereitungskurse. In diesen Readern sind allgemeine Strukturen eines Ehevorbereitungstages enthalten, ebenso wie verschiedene Arbeitsblätter bzw. Methodendarstellungen.
Darüber hinaus bietet die Diözese Köln online eine Arbeitshilfe für Referenten an, über die Ausschnitte wichtiger Texte verlinkt sind: kirchliche Texte (katholisch, evangelisch, ökumenisch) Katechismen Theologische Texte (Martin Luther, Kardinal Walter Kasper, Otto Hermann Pesch, Synode der deutschen Bistümer, u.a.) Literaturlisten zu Trauung (ev.) und ökumenischen Perspektiven ( www.ehe-und-partnerschaft.de/oekumene )
Allerdings ist zur Textauswahl zu bemerken, dass es sich hierbei in erster Linie um einen Reader handelt, der für katholische Referenten zusammengestellt wurde, und daher den Akzent darauf legt, katholischen Lesern nahezubringen, wie evangelische Christen und die evangelische Kirche christliche Ehe, Trauung, usw. verstehen. Langfristig wird die Erstellung eines ökumenischen Readers angestrebt.
Wie bestimmen diese Kurse den ekklesiologischen Ort konfessionsverbindender Ehepaare?
„Die Kirchen stehen in ihrer Auffassung von der Ehe einander näher als vielfach angenommen wird. Oft sind die vorhandenen Verschiedenheiten auf unterschiedliche Traditionen zurückzuführen. Sie beruhen aber auch auf einem unterschiedlichen Verständnis von Kirche. Dennoch kann die Treue zum eigenen Bekenntnis Mut machen, den Partner in seiner Überzeugung anzuerkennen, Unterschiede zu akzeptieren und Übereinstimmungen für einen gemeinsame Weg zu suchen.“ Aus: Gem. kirchliche Empfehlung für die Ehevorbereitung konfessionsverschiedener Partner
(Anne Bausenhart) |
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