Ökumene ist der Versuch einer gelebten Antwort auf den biblischen Auftrag der Christen zur Einheit

oekumene.net - das Ökumene-Netz

   Suchen      Service & Kontakt      Gästebuch      Impressum   





Ökumene in der Gemeinde

Thesen für die Praxis

1. Ausgangspunkt beider Konfessionen sind Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Dies ist der Ausgangspunkt aller ökumenischen Bemühungen. Denn Jesus Christus richtet an uns ausdrücklich den Wunsch "dass sie alle eins seien". (Jh. 17)

 

2. Vor der Reformation gibt es 1500 Jahre gemeinsame Kirchen-Geschichte. Dies sind Drei Viertel der Kirchengeschichte.

 

3. In der Reformationszeit haben sich die Wege der katholischen und der evangelischen Christen getrennt. Es ist das gute Recht jeder der beiden Konfessionen, diesen Vorgang unterschiedlich zu bewerten.

 

4. Beide Konfessionen haben sich in dem halben Jahrtausend seit der Reformation in vielfältiger Form weiterentwickelt. Dabei wurden Glaubenserfahrungen gesammelt, Theologie getrieben und Kirche gelebt. Vor diesem Horizont muss nach dem Verhältnis zueinander aus heutiger Sicht gefragt werden.

 

5. Seit den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Wille zur Einheit in beiden Konfessionen neu entdeckt.

 

6. Ein besondere Schnittpunkt ist das zweite Vatikanische Konzil, dass den Anspruch der katholischen Konfession, der einzige Weg zu Christus zu sein, eingeschränkt hat. Es ermöglichte auch der evangelischen Konfession eine deutliche Öffnung.

 

7. Die Rechtfertigungslehre ist heute nicht mehr das zentrale Problem

 

8. Es bestehen aber heute noch deutliche Differenzen insbesondere beim Verständnis, was eigentlich Kirche ist. Daraus folgt ein unterschiedliches Amtsverständnis mit der Folge, dass von Rom beim gemeinsamen Abendmahl noch große Schwierigkeiten gesehen werden.

 

9. Hauptproblem der römisch-katholischen Konfession ist der aus dem Kirchenverständnis abgeleitete Autoritätsanspruch der römischen Hierarchie, der zuletzt auch in der Enzyklika Dominus Jesus zu großer Irritation geführt hat.

 

10. Hauptproblem der evangelischen Kirche - auch hier in Württemberg - ist die Unverbindlichkeit in zentralen Fragen des christlichen Glaubens. Faktisch herrscht noch nicht einmal ein Mindestmaß an Einigkeit hinsichtlich des Glaubens an die Bedeutung der Kreuzigung Jesu und eine Verbindlichkeit des Glaubens an die Auferstehung.

 

11. Trotzdem sind Christen beider Konfessionen bereit, einander als Geschwister im Herrn zu sehen und deshalb den Glauben gemeinsam zu Leben. Dies wird auch von den Kirchenleitungen geduldet oder gefördert.

 

12. Deshalb gibt es vielfältige praktische Möglichkeiten, was gemeinsam geglaubt und gelebt werden kann: Gottesdienste, Andachten, Haus-, Familien- und Gesprächskreise, ein spezieller Ökumene-Kreis, Gebete, Veranstaltungen der Erwachsenen-Bildung, Kinderbibelwoche und Sternsinger-Aktion, Besuchsdienst, Arbeit in sozialen Brennpunkten, Kinder- und Jungengruppen, Seniorenarbeit, missionarische Aktivitäten und vieles, vieles, vieles mehr.

 

13. Wir haben von unserem gemeinsamen Herrn Jesus Christus den Auftrag zur Einheit. An uns liegt es, auch in unseren Gemeinden Schritte zu diesem Ziel zu gehen.

 

Beate und Jörg Beyer (2001)







Impressum + Haftungsauschluss
E-Mail
© 1999 - 2012 Beate und Jörg Beyer