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Über die Josefs-Ehe, die Kuschel-Muschel Wohlfühl-Ehe und die Disney-Land Ehe: Eine Trau-Predigt

Trau-Predigt gehalten am 25.5.2001 in der baptistischen Kreuzkirche Tübingen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.

 

Liebe ***, lieber ***,

liebe Festgemeinde,

eine Ehe kann verbinden – weiter, als die Zwei, die im Vertrauen auf Gott einander versprechen, ein Leben lang beieinander zu bleiben. Sie kann verbinden – weit über die Familie hinaus, die entsteht. Das wird auch in diesem Gottesdienst deutlich: Fünf christliche Konfessionen sind heute hier versammelt, um diese Ehe vor Gott zu bringen: Baptisten, Katholiken, Methodisten, Mennoniten und Evangelische Landeskirche – oder habe ich hier noch eine Konfession vergessen?

 

Christliche Ehe lässt Gemeinschaft und Gemeinde wachsen. Die katholische Theologie bezeichnet sie deshalb als eine Art "Hauskirche", als kleinste mögliche Form von Kirche über alle Grenzen hinweg. Und so, liebe ***, lieber ***, passt es gut, dass Ihr Eure Ehe unter ein Wort von Paulus stellt, in dem dieser christliche Gemeinde beschreibt:

 

Wir hören auf den Brief von Paulus an die Philipper, Kapitel 2, Verse 1 bis 5:

Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.

 

Herr,

Dein Wort

macht das unmögliche möglich.

Darauf vertrauen wir.

So segne Dein Wort an uns,

auch wenn es nur

durch meine ohnmächtige Stimme

weitergegeben wird.

AMEN

 

Liebe ***, lieber ***,

 

ihr stellt Eure Ehe unter diesen Jesus Christus, der Gemeinschaft schenkt. Ihr tut gut daran, denn er ist der Herr des Neuanfangs. Was vergangen ist, das dürft Ihr hinter Euch lassen, auch wenn es mit Fehlern, Schuld und Schmerzen verbunden ist. Jesus Christus lädt Euch ein zum Neuanfang, gerade auch dort, wo wir mit ihm oder seinen Wegen gar nicht rechnen. Und das feiern wir heute unter den Worten des Apostels Paulus.

 

Doch wenn wir den Predigt-Text genau lesen und hören, dann ist er erst einmal ernüchternd. Denn die Gemeinde in der Stadt Philippi in Griechenland war eine Gemeinde, in der vieles gut lief. Paulus ist dankbar für das, was dort an Christ-Sein gelebt wird. Und doch: Selbst in einer solchen Mustergemeinde, in der vieles sehr erfreulich läuft, ist es nötig daran zu erinnern, das sie eines Sinnes sein sollen. Einmütigkeit ist also auch unter Christen und auch in einer christlichen Ehe nicht selbstverständlich. Wir leben nicht immer in Eintracht und Gemeinsamkeit, auch wenn wir sicher oft davon träumen. Doch die Stichworte, die Paulus uns mitgibt, sind sicher für jede Gemeinschaft von Christen entscheidend, zuallererst für eine christliche Ehe: Lebt in einer Weise zusammen, die der Gemeinschaft übereinstimmt, die Euch Jesus Christus gibt. Wo Ihr auf Jesus Christus schaut, könnt Ihr erkennen, was gemeint ist: Eines Sinnes sein, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Diese Gemeinschaft hat Jesus mit seinen Jüngern gelebt. Und trotzdem lebten sie nicht auf Wolke Sieben. Trotzdem waren sie in Leid verstrickt. Trotzdem gab es kein frommes Programm, nach dem Gemeinschaft ablief. Doch wenn ich mich in christlichen Ehen und in christlichen Gemeinden umsehe, dann gibt es Programme, mit denen wir christliche Gemeinschaft erzwingen wollen. Ich möchte hier drei solche Modelle vorstellen: Die Josefs-Ehe, die Kuschelmuschel-Wohlfühl-Ehe und die Disney-Land-Ehe, drei Arten christlicher Ehe, die auch für drei Generationen stehen.

 

Ehe ist eine Pflicht, sie sollte möglichst wenig Spaß machen und Sex eine möglichst geringe Rolle spielen. Für viele Christen sah lange so das Ehebild aus. Die Josefs-Ehe galt in frommen Kreisen aller Konfession als Vorbild: Übernatürlich Kinder bekommen, ohne dass es Spaß macht. Doch allzu oft wurde dabei übersehen: als Gott Mann und Frau geschaffen hatte, sah er, dass es gut war. Und die beiden waren nackt und schämten sich nicht, weil Gott die sexuelle Liebe zwischen Mann und Frau in der Ehe gewollt und uns so geschaffen hat, dass das auch Spaß macht. Gott sei Dank. Doch in der Josephsehe galt nur allzu oft: Zähne zusammenbeißen, bis der Tod uns – endlich – scheidet. Gefragt ist das Opfer – aus Prinzip, nicht etwa da, wo Gott es verlangt.

Und ich erschrecke, wenn ich heute gerade in frommen Kreisen wieder eine Verklärung der sich aufopfernden "Nur-Hausfrau" erlebe. Damit sei nichts gegen Frauen gesagt, die darin eine Berufung vor Gott entdecken dürfen. Doch ich habe auch zu viele Frauen kennen gelernt, die sich bis hin zur schweren Depression so in eine Opferrolle drängen ließen und - selbst unter jüngeren - noch drängen lassen. Auch unsere christlichen Gemeinden waren allzu oft davon geprägt, dass das Leben ein Jammertal zu sein hat. Aus unserem Predigttext wurden nur die Ermahnung und die Unterstellung herausgehoben, wer nicht kriecht, sei es in der Gemeinde, sei es in der Ehe, dem fehlt es an Demut und er oder sie sei eitel. Dass Christsein eine fröhliche Sache ist und dass das erste Wunder von Jesus im Johannesevangelium, die Hochzeit zu Kana, der Beitrag zu einem kräftigen Besäufnis mit 600 Litern Wein anlässlich einer Hochzeit war, das blieb außen vor.

 

Eine Generation weiter war dann die Kuschelmuschel-Wohlfühl-Ehe angesagt. Bei linken wie bei konservativen Christen sollte die Ehe ein Schutzraum sein, in den die böse Welt nicht eindringt. "My home is my castle", meine Wohnung ist meine fest verschlossen Festung, in der die Welt in Ordnung zu sein hat: Da gibt es keinen anderen Mann, keine andere Frau, die vielleicht auch ihre Reize haben. Meine bessere Hälfte ist unvergleichlich, bis eines Tages die Fassade zusammenbricht. Da werden die Klappbrücken – bis auf einen Hauskreis oder eine Bürgerinitiative hochgezogen, die tägliche Bibellese oder die Lektüre der neuesten Nachrichten über Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung gemeinsam zelebriert. Alles konzentriert sich dann – sofern vorhanden - auf die Kinder, die völlig überbetüttelt werden. Und irgendwann stehen dann gerade auch Christen vor dem Nichts, weil man und frau über Jahre und Jahrzehnte alles für sich behalten, nichts hineingelassen und nichts abgegeben haben. Sie meinten, christliche Ehe zu leben und haben doch immer nur im eigenen, vermeintlich frommen Saft geschmort. Denn Gott stellt weder die Ehe noch die Gemeinde ins Schlaraffenland, er packt uns nicht in Wattedecken. Gerade wer fragt: Was würde Jesus tun, der geht in seinem Namen an die Brennpunkte, weil ihn Gott dorthin schickt. Und er darf froh sein, wenn er dort nicht alleine steht, sondern seine Aufgabe vor Gott mit seinem Ehepartner und in der Gemeinschaft einer christlichen Gemeinde erfüllen kann.

 

Bleibt das neueste Modell, die Disney-Land-Ehe. Sie lebt nach dem Motto: Tränen sind verboten, denn wir sind ja so erlöst. Wie in Disney-Land ist immerwährende Fröhlichkeit Pflicht, denn wir sind ja so erlöst geschminkt. Sind wir nicht in unseren Ehen und Gemeinden alle miteinander letztlich zu einer Bande christlicher Warmduscher geworden, die sich ein vermeintlich christliches Disney-Land basteln? Ein Disney-Land, in dem fleißige Männchen morgens mit Schlips und Aktenköfferchen zu ihrer Arbeit gehen. Und weil sie so fleißig und ehrlich sind, natürlich Erfolg haben. Ein Disney-Land, in dem fleißige Familien-Weibchen sich und den Haushalt hübsch machen, damit das fleißige Männchen - wenn es von der fleißigen Arbeit kommt - sich so richtig wohl fühlen kann. Ein Disney-Land, in dem es das höchste Ziel ist, dass ehrliche, hübsche und nach der neuesten Jugendmode angepasst gekleidete Junge problemlos, glatt und sauber ihre Schulkarriere hinter sich bringen. Damit sie eines Tages auch fleißige, ehrliche und selbstgerechte Männchen und Weibchen sind. Und in Zukunft werden wir vielleicht noch für diese Ehen genau die passenden Kinder im Reagenzglas züchten...

 

Gefragt ist wie in Disney-Land die Fassade, die Scheinwelt. Man macht sich hübsch, giert nach Häusle, Geld, Erfolg, Anerkennung, Jungsein und ewiger erotischer Ausstrahlung, zu oft auch unter uns Christen. Und diese Fassade wird zum einzigen Lebensinhalt gemacht, andere Menschen werden ausgeblendet. Doch wenn durch den Alltag und Gewohnheit, durch Alter und Kinder, durch unvorhergesehene Entwicklungen die Fassade Sprünge und die Schminke Risse bekommt, wenn die Fassade zusammenbricht, bleibt nichts mehr übrig. Und da man oder frau sich nie eingestehen konnten, dass auch andere Männer oder Frauen ihre reize haben, bricht durch die zerstörten Fassade der Damm, mit dem alle Empfindungen aufgestaut wurden. Und plötzlich wird jeder Frosch zum Prinzen, jede Kröte zur Prinzessin.

Ich möchte uns dazu einladen, uns von den Fassaden zu befreien, die uns voneinander und von Gott trennen: Von selbstgerechten Shows, mit denen wir vergeblich versuchen, uns selbst zu erlösen. So könnt ihr in Eurer heute geschlossenen Ehe und wir alle in Ehe und/oder Gemeinde neu darauf schauen, auf welchen Weg der Gemeinschaft Paulus uns schickt. Denn Einmütigkeit, Demut, einander achten, füreinander da sein: Das will gefüllt werden, das ist kein Selbstzweck. Das ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Das gilt ebenso, wie die neuerdings von Frau Schröder-Köpf wieder geforderten Erziehungswerte Pflichtbewusstsein, Fleiß, Aufrichtigkeit und Anständigkeit. All dies stellt die Frage: Wohin führen diese Tugenden? Dazu, dass ein Ehepartner oder die Kinder leichter handhabbar sind – oder dazu, dass wir auf diese Weise unseren Weg vor Gott besser gemeinsam gehen können? Denn Pflichtbewusstsein oder Einmütigkeit können auch direkt in eine Diktatur führen. Eine scharfe Zunge hat einmal gesagt: "Mit solchen Tugenden kann man auch ein KZ führen." Es kommt eben darauf an, welchem Ziel sie dienen, Einmütigkeit, Demut, einander achten, füreinander da sein sind kein Selbstzweck und schaffen auch keine heile Schmuseecke.

 

Den Weg dahin zeigt uns jene Gemeinde, die Paulus in unsrem Predigttext anspricht: Philippi. Die Grundlage ist Anleitung im Glauben an Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit. Kurz: Die genannten Werte werden nur da wertvoll, wo wir bereit sind, sie durch Gottes Wort füllen zu lassen. Denn darum geht es im christlichen Glauben und in der christlichen Ehe: Dass wir uns von Christus, der längst einen Weg mit uns gehen will, ergreifen lassen. Er legt seine Spuren vom ersten Tag an in unser Leben. Und nur dadurch, dass Christus uns ergriffen hat, geschieht Glaube. So ist das entscheidende am Glauben nicht, dass ich mein Leben Jesus übergebe, sondern dass er es sich nimmt. Um bei Paulus zu bleiben: Jesus Christus, der Auferstandene, begegnet ihm sogar gegen seinen Willen und macht ihn zum Christen, ergreift ihn. Und dieses Ergriffen-Werden, das ist Glaube.

 

Liebe ***, lieber ***: Ihr habt Euch entschieden, christlich zu heiraten: Das heißt: Lasst Euch ergreifen von Jesus Christus. Ein erstes Mal oder immer wieder neu. Damit schafft ihr die Grundlage für eine christliche Ehe. Und wo das Wort Gottes im Mittelpunkt steht, da werden Ihr, da werden wir alle miteinander aus der Josephs-Ehe und -Gemeinde, aus der Kuschel-Muschel-Wohlfühl-Ehe und –Gemeinde, aus der Disney-Land-Ehe und –Gemeinde aussteigen und uns von Gott an unseren Platz stellen lassen.

 

Das heißt erst einmal: Wir sollen einander Stütze im Leben und im Glauben sein, ohne dass wir in eine wie auch immer geartete heile Welt flüchten. Stütze im Glauben, das soll ja nach klassischem frommem Bild der Mann sein. Doch die Bibel kennt eine solche plumpe Rollenverteilung nicht. Gott beruft nach Fähigkeit und nach seinem Plan, nicht nach Schema F oder nach Geschlecht. Ich möchte hier nur im Alten Testament an die Prophetinnen Mirjam, Deborah und Hulda erinnern. Und im Neuen Testament ist es die Prophetin Hanna, die Jesus ankündigt, es sind die Frauen am Grab, die das erste, zentrale Glaubenszeugnis geben. Und Priska und Aquila werden als Mitarbeiter von Paulus immer gleichwertig genannt. Sie gehören – so oft, wie sie erwähnt sind – zum engsten Mitarbeiterkreis und tun ihren Dienst offensichtlich als gleichwertiges Team.

 

Dann habt ihr natürlich in Eurer Ehe die Verantwortung für die Familie, für die Gestaltung von Leben und Glauben in der Familie. Ihr seid ja jetzt schon zu dritt.

Wir sollen aber nicht nur füreinander da sein, sondern auch für die Gemeinschaft der Christen, für die Gemeinde. Sucht Euch einen Ort, an den Gott Euch ruft, eine Gemeinde, die Euch eine geistliche Heimat gibt. Oder entdeckt, dass Euch Gott in die Gemeinden zweier Konfession stellt, um zwischen ihnen eine Brücke zu bilden.

Schließlich haben wir alle und so auch jede christliche Ehe einen Platz in dieser Welt. Denn wo Christen nur unter sich leben, um sich behaglich untereinander wohl zu fühlen, da haben sie vor Gott versagt: Unsere Nachbarn, unsere Kollegen am Arbeitsplatz, die Menschen um uns, die Welt, die so verzweifelt auf der Suche nach Lebensinhalt ist, sie braucht uns. Jesus Christus ist mitten in sie hineingegangen und so auch seine Nachfolgerinnen und Nachfolger. Denn auch Politik und Gesellschaft brauchen uns. Und wir können etwas ändern, wo wir auf Gott vertrauen. Denn bewusst in der Welt leben und Zeugnis geben heißt nicht, den Menschen die Bibel um die Ohren zu hauen, sonder vor Gott echt sein. Dahin führen aber ‚ora et labora‘, wie es schon die ersten Mönche vor über 1500 Jahren sagten: Gebet und Arbeit, konkretes Handeln.

 

Denn ihr könnt viel tun. Aber christliche Gemeinschaft im Geist, so auch Ehe, ist immer Geschenk Gottes, das aus dem Gebet kommt. Und das Gebet hat viele Formen, leise und laute, allein, zu zweit, in der Familie, in der Gemeinde, in Freude und Leiden, wo immer wir sind, wie immer wir leben.

So kann Einmütigkeit, Demut, Einander-Achten, Füreinander-Da-Sein Raum finden, ohne dass wir uns zurück ziehen. Gott will Euch damit füllen, ohne dass Ihr Euch von dieser Welt zurückzieht, so dass die Menschen dieser Welt ihren Platz bei Euch finden.

 

Denn in guten und schlechten Tagen dürft ihr darauf vertrauen, dass diese Welt nicht das letzte Wort hat. Ehe, die vor Christus geschlossen wird, ist immer Ehe, die von der Auferstehung lebt. Nur in Jesus, dem Auferstandenen, könnt ihr Einmütigkeit, Demut, Einander-Achten, Füreinander-Da-Sein finden, das trägt. Denn er trägt Euch! Dieser Herr ist vor Euch. Dieser Herr ist mit Euch. Und dieser Herr will in Euch sein. ER segne und behüte Euch beide in dieser und der kommenden Welt.

 

AMEN

 


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