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Gott lädt die Unvollkommenen ein - das große Festmahl

Predigt über Lk 14,15-24 am 29.6.03 in Bernhausen

Liebe Gäste, liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus.

 

Eines Tages wurde ein Fest für die Benachteiligten veranstaltet. Ein richtig schönes Fest mit gutem Essen, guter Musik und freier Getränkewahl. Das Fest hatte kaum begonnen, da begann im Saal ein Raunen. Es wurde lauter und lauter, die Gäste schrien sich an, dann flogen Bierkrüge und Bänke. Und die Sätze, mit denen sich die Besucher gegenseitig anbrüllten, konnte man noch zwei Straßen weiter hören: „Ich will nicht mit einem Rollstuhlfahrer an einem Tisch sitzen“, rief der Blinde. „Ich will nicht mit einem Blinden am Tisch sitzen“, brüllte der Schwerhörige. „Ich will nicht mit einem Schwerhörigen am Tisch sitzen“, schrie der Rollstuhlfahrer. Schließlich wurde die Polizei geholt, der Saal geräumt und die Veranstalter, die es doch so gut gemeint hatten, mussten unter Tränen die Scherben und Trümmer aufräumen.

 

Liebe Geschwister im Herrn,

 

Gott sei Dank! Die Bibel gibt uns für den heutigen Sonntag eine andere Geschichte mit. Wir hören auf Lukas 14, die Verse 15-25.

Als aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes! Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn.

Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.

 

Liebe Geschwister im Herrn,

zu welchen Gästen zählen wir eigentlich? Sind wir jene, die in all ihrer Unvollkommenheit alles stehen und liegen lassen, die sich rufen lassen? Sind wir jene, die eigentlich wissen, wer uns einlädt, und die sich doch durch die Zwänge des Alltags so gefangen nehmen lassen, dass das Fest Gottes an ihnen vorüber geht? Sind wir irgendwo dazwischen? Welche Sicherheit haben wir, dass wir zu Gottes Fest dazugehören? Und wer sind die anderen, die eingeladen werden?

 

Liebe Geschwister im Herrn, vorschnelle Antworten über uns selbst gibt unser heutiger Predigttext nicht. Aber der Ruf Gottes ist klar und eindeutig: kommt her, die ihr mühselig und beladen seid, denn es ist alles bereit. Diese Einladung gilt für jede und jeden. Und es wird auch schnell deutlich: Gott fragt nicht nach unserer Vorgeschichte. Gott fragt danach, ob wir kommen. Und Gott fragt auch nicht, was wir alles für richtig, für wahr halten. Er fragt, ob wir zum Fest kommen.

 

Ist das Gleichnis Anlass zur Sorge oder gibt es uns Sicherheit? Beides: Ich mache nach vielen Gottesdiensten, bei den Gesprächen, die ich im Anschluss führe, eine Erfahrung: Oft fühlen sich die falschen angesprochen. Wenn uns ein Predigttext einen deutlichen Zuspruch mitgibt, wird er von denen besonders gerne angenommen, die eh schon selbstsicher sind und wenig an sich zweifeln. Und ein Predigttext, der unser Leben in Frage stellt, wird besonders von denen ernst genommen, die dazu neigen, sich selbst zurück zu nehmen.

 

Wenn wir das Gastmahl Gottes vor Augen haben, dann wird deutlich: Wer sich sicher fühlt, sollte sich kritische Fragen stellen. Wer von der Sorge lebt, Gottes Fest zu verpassen, der darf Hoffnung haben. Denn das Gleichnis vom Gastmahl ist ein offener Affront gegen das jüdische Leben zur Zeit Jesu. Damals galt im Normalfall: ausgestoßen bleibt ausgestoßen: Die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen hatten in den Augen dieser Zeit von vornherein keine Chance beim großen Gastmahl Gottes. Dagegen bleibt stellt Jesus nur die Frage: „Nimmst Du die Einladung an“. Die Antwort muss letztlich jeder von uns in seinem Leben finden und mit seinem Leben beantworten. Dazu kann dieses Gleichnis aus dem Lukas-Evangelium anleiten, ohne dass wir es mit wilden Deuteleien und Gesetzlichkeiten überinterpretieren.

 

Auf jeden Fall stellt Jesus ein Sätzchen in aller deutlichster Deutlichkeit in Frage: „Ja - Aber“. Ich käme ja gerne sofort, aber meine Job, meine Familie, mein Bankkonto. Denn die drei erwähnten Gäste hatten gewiss gute Gründe, nicht zum Fest zu kommen: Der erste hat alle Gründe, danach zu schauen, dass sein Besitz Früchte trägt, die ihn ernähren. Jeder weiß doch eigentlich, dass einem Bauern gar nichts anderes übrig bleibt, als sich zur rechten Zeit um seinen Acker zu kümmern. Der zweite war wohl sogar ein großer Bauer: Zwei Ochsengespanne waren damals der übliche Bestand eines Landwirts – dieser Mann muss sich um einen großen, neuen Fuhrpark mit fünf Gespannen, um eine Großinvestition kümmern. Und schließlich Ehe und Familie – sie standen damals unter besonderem Schutz: Wer geheiratet hatte, war ein Jahr vom Kriegsdienst, von Steuern und anderem befreit. Damals Ehen und Familien noch nicht die Deppen der Nation. Und doch: Auch das zählt nicht.

 

Wenn Gott mich durch Jesus Christus ruft, dann gelten keine anderen Termine.

 

Dies ist kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, zu träumen und aus der Welt auszusteigen – das wäre sogar falsch. Aber gerade gegenüber Gott gilt das Motto der Pfadfinder: „Allzeit bereit“ Und das gerade in unserer heutigen Zeit, wo Wirtschaft und Beruf oft zu allmächtigen Götzen werden. Und viele so genannte Zwänge halten einer Prüfung nicht stand: Es gibt Situationen, in den ausnahmsweise eine sechzig Stunden-Woche nötig ist. Doch die meisten, die sich vom Beruf fressen lassen, wollen sich fressen lassen: Weil der Beruf den Lebenssinn liefern soll und nicht nur den Lebensunterhalt. - Und am Rand bemerkt: Solange immer weniger immer mehr arbeiten werden immer mehr gar nicht mehr arbeiten. Eine 35-Stundenwoche ist durchaus sinnvoll, aber nicht mit Lohnausgleich: Die fetten Jahre sind vorbei. Aber die Rechnung mehr Stunden pro Woche, längere Lebensarbeitszeit, weniger Urlaub und Feiertage sind genauso eine Milchmädchenrechnung wie die 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Wir müssen Arbeit neu verteilen.

 

Auch die Sorge ums Materielle kann ebenso ein Fluchtpunkt sein, wie der Rückzug auf die Familie. Wer meint sich mit Ehepartner und Kindern hinter dicken Mauern nach dem Motte 'my home is my castel' verstecken zu müssen, der wird irgendwann entdecken, dass aus dem Castel ein Knastel, ein Gefängnis wird. Drei klassische Fallen nennt uns Jesus in unserm Predigttext, die uns so an sich binden können, dass wir den Weg zu Gottes Fest nicht finden. Mindestens zwei weitere Fallen können wir heute noch hinzu fügen: Freizeit und Wellness. Heute wäre die Antwort des vierten: Ich muss noch in Urlaub fahren. Oder: Ich habe heute Abend bereits vier Fêten und einen Geburtstag und da muss ich überall vorbei schauen.

 

Oder ganz modern, Wellness, Wohlfühlen ist angesagt– gerade auch in der Kirche: Also dieses Fest, das ist einfach zuviel. Ich muss jetzt erst einmal nach mir selber schauen. Ich brauche jetzt etwas, wo ich es mir einfach ohne jede Belastung gut gehen lassen kann: Den Wellness Nachmittag im Sportstudio oder ganz gepflegt essen gehen. Etwas wo ich einfach einmal mit meinen Bedürfnissen ganz im Mittelpunkt stehe.

 

Wie gesagt: Es geht nicht um den drohenden Zeigefinger. Und wir müssen nicht auf Beruf, Besitz, Ehe, Freizeit oder Wohlfühlen verzichten. Aber: Wenn Gott zum Fest des Lebens mit ihm einlädt, gilt die Frage: Sind wir allzeit bereit?

 

Sind wir allzeit bereit, uns zu diesem großartigen Fest für die Unvollkommenen einladen zu lassen? Denn das ist ja die Botschaft, die den Maßstäben unserer Welt aufs deutlichste entgegen tritt: Der Gastgeber des großen Abendmahls lädt alle die ein, die bisher noch überhaupt nichts für ihn getan haben. Er lädt sie nicht zum Arbeitseinsatz, zur Vorleistung guter Werke ein. Er will Freude, Fest, Gemeinschaft. Und als die nicht kommen, die ihn schon so lange kennen, da lädt er andere ein. Er lädt Menschen ein, die nicht zu denen gehören, die man eingeladen haben muss, um im kleinkarierten Ehrenkäs niemanden vor den Kopf zu stoßen.

 

Er lädt Menschen ein, zu denen unsere Welt NEIN sagt. Menschen, mit denen man als guter Jude damals schon gar nicht zu tun hatte: Die Unreinen, die Ausgestoßenen. Unsere Welt wertet anders: „Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist“, war so eine Lebensweisheit, mit der ich erzogen wurde: Gut gemeint in unserer Welt und doch nicht der Maßstab Gottes. Denn Gott fragt nicht, wo wir her kommen. Er fragt nicht nach allem Unreinen und Unvollkommenen, das wir mitbringen. Er fragt, ob wir seine Einladung annehmen. Wir müssen dazu noch nicht einmal unser Leben übergeben, denn nicht wir haben Gott ergriffen, sonder er uns. Doch es reicht auch nicht, abzuhaken, dass ich mich irgendwann einmal einladen ließ. Sicher: Die erste Einladung zum Fest Gottes ist die, die mein Leben umkrempelt und in neue Bahnen bringt. Doch es reicht nicht im Tagebuch zu vermerken: „Heute beim Fest Gottes gewesen. Schön wars.“

 

Wer einmal beim Fest Gottes war, wer einmal die Gottesbegegnung erfahren durfte, der hat auch wieder Alltag mit den Sorgen des Berufs, der Familie und auch des Besitzes. Es reicht nicht, einmal abzuhaken. Es reicht nicht, einmal festzustellen: Das ist alles richtig. Wir müssen allzeit bereit sein, uns immer wieder neu rufen zu lassen. Das heißt: Mitten im Leben bleiben – und doch einen neuen Lebens-Mittelpunkt haben, der letzte Priorität hat.

 

Und wir müssen bereit sein, uns ein letztes Mal rufen zu lassen, in dem Vertrauen, dass das eigentliche Fest der Gemeinschaft mit Gott noch vor uns liegt: Nach unserem Sterben, so elend es auch sein mag. Nach unserem Tod, der wie ein großes Schwarzes Loch vor uns liegt, das den Erfahrungshorizont dieser Welt erreicht – und durchschreitet. Sind wir bereit zu der Hoffnung, dass uns Gott durch Jesus Christus gerade zu diesem Fest einlädt, wie unrein und unvollkommen wir auch sein mögen? Zu einem Fest so groß, dass es selbst die Träume festfreudiger Orientalen sprengt.

 

Bei diesem Fest werden wir uns wundern: Wer alles bei uns ist – in seiner Unvollkommenheit, so wie wir auch unvollkommen sind. Da werden nicht die Lahmen im einen, die Blinden im zweiten Raum, die Verkrüppelten im dritten und die Armen im Vierten Raum sitzen. Und das sollte unter uns Christen schon heute sichtbare Wirklichkeit sein. So sollten wir gerade nach dem Ökumenischen Kirchentag fragen, wo wir die Gemeinschaft des Festes heute schon leben. Viele sagen jetzt: Es gibt ab und an einen ökumenischen Gottesdienst, wir tun uns nicht mehr weh – und ansonsten sollten wir uns in Ruhe lassen. Denn wir haben ja nun wirklich mit unserer Gemeinde genug zu tun. Und letztlich zeigen wir weiterhin mit dem Finger aufeinander, nur hinter vorgehaltener Hand und schreien nicht mehr, sonder flüstern: „Ich will nicht mit einem Rollstuhlfahrer an einem Tisch sitzen“ „Ich will nicht mit einem Blinden am Tisch sitzen“ „Ich will nicht mit einem Schwerhörigen am Tisch sitzen“.

 

Doch wollen wir etwa sagen: Unsere evangelische Konfession ist so toll, dass wir mit anderen Christen nur ein paar Alibi-Veranstaltungen aushalten? Unser Theologie ist in ihrer ganzen Zerrissenheit so wahr, dass die anderen für uns nur Wüstgläubige sind? Unser handelndes Engagement in der Gesellschaft ist so allumfassend, dass die anderen eh nur stören. Gewiss: Laut und in diesen Worten sagt es fast keiner mehr, doch hinter vorgehaltener Hand und mit verklausulierten Worten ist es in evangelischen, katholischen, methodistischen, baptistischen und was auch immer für Gemeinden Gang und Gäbe, so zu reden.

 

Liebe Geschwister im Herrn: Ökumene ist kein Sahnehäubchen fürs Gemeindeleben, nice to have, nett zu haben. Ökumene ist das Abbild der Hoffnung, dass wir in all unserer Unvollkommenheit bei Gott gemeinsam zu Fest eingeladen sind. Und so lange am selben Ort zwei Gottesdienste Sonntag für Sonntag neben einander gefeiert werden, verleugnen wir die Gemeinschaft, zu der uns Gott einlädt.

 

Zwei Mal lässt Gott die an den Hecken und Zäunen rufen. Erst Juden, dann Nichtjuden. Aber auch: Zu einem Fest, bei dem für so viele Platz ist, dass Gott die Gäste zweimal beinahe nötigen muss. Doch zu viele meinen, Gott bietet zu seinem Fest nur so eine Art kleines Stammtischchen, wo die hocke wo immer da hocken – gleiche Meinung, gleiche soziale Schicht, gleiche Sprache, gleiche Altersgruppe, berechenbar, überschaubar, kleinkariert und todlangweilig.

 

Gott aber hat eine Zukunft für uns in unserer ganzen Vielfalt – der Vielfalt unserer Unvollkommenheit. Und so wie uns mancher im Volk Gottes in seiner Unvollkommenheit, mit seinen Meinungen, Erlebnissen, Erfahrungen und Marotten abstößt – so werden wir manchen abstoßen. Und so wie andere ihre Sünden mitbringen tun auch wir dies. Das ist kein Ja zur Sünde, kein billiges „macht, was ihr wollt“. Gerade beim Festmahl Gottes gilt der Anspruch des Kirchenvaters Augustinus aus dem 4. Jahrhundert, der übrigens Martin Luther zutiefst beeinflusst hat: „Liebe den Sünder, hasse die Sünde.“ Wir dürfen uns also bewusst sein, dass wir uns in der Art unserer Sünden als Christen voneinander unterscheiden, nicht aber darin, dass wir Sünder sind.

 

Doch in der Feier der Gottesgemeinschaft wird all dies unbedeutend. Und manchen, der uns sehr fremd ist, werden wir als Freundin und Freund nicht mehr missen wollen, wenn wir beim Fest Gottes erst einmal miteinander gegessen und getrunken, gesungen und gefeiert, geredet und gebetet, gehandelt und geschwiegen haben – Weil Gott uns in unserer Unvollkommenheit als Sünder gemeinsam zu seinem Fest eingeladen hat. So ist die eine, alle Christen umfassende Kirche von Jesus Christus zu erst immer Gemeinschaft der Sünder.

 

Alle Gemeinschaft nimmt es mir aber nicht ab, dass ich ganz persönlich die Einladung Gottes annehmen darf und annehmen muss. Gott lädt mich durch Jesus Christus ein, in all meiner Unvollkommenheit, als Sünder. Er will mit mir ein Fest feiern, das mein Leben verändert – immer wieder neu. Auch nach meiner letzten Stunde in dieser Welt.

 

Und er lädt dich und mich auch an diesem Sonntag ein.

 

AMEN


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