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Wir leben nicht in Disneyland - Das Zeugnis der Christen und die Konsequenzen

Predigt über Apg. 12,1-11 am 8. Oktober 2000 in Bernhausen

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! AMEN

 

Apg 12,1-11 Um diese Zeit legte der König Herodes Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln. Er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und als er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber eben die Tage der Ungesäuerten Brote. Als er ihn nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Wachen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Denn er gedachte, ihn nach dem Fest vor das Volk zu stellen. So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. Und siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß ihm das wahrhaftig geschehe durch den Engel, sondern meinte, eine Erscheinung zu sehen. Sie gingen aber durch die erste und zweite Wache und kamen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt; das tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Straße weit, und alsbald verließ ihn der Engel. Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete.

 

 

Kanzelgebet

Herr,

Dein Wort

macht das unmögliche möglich.

Darauf vertrauen wir.

So segne Dein Wort an uns,

auch wenn es nur

durch meine schwache Stimme

weitergeben wird.

AMEN

 

Liebe Gäste, liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

 

willkommen in der Wirklichkeit. So schleudert es uns unser Predigttext mitten ins Gesicht. Denn der Weg zu Glauben und Gemeindewachstum führt nicht über Watte-Wolken. Berichtet Lukas vor unserem Predigttext noch begeistert über die ersten Christen in Antiochia, so wird der Glaube in unserem heutigen Predigttext zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit. Jakobus wird ermordet und Petrus entkommt nur durch ein Wunder einer Willkürjustiz, die sich billig bei der Mehrheit einschleimen möchte. Denn die Macht der Alteingesessenen wird durch den Glauben an Jesus Christus in Frage gestellt und obendrein reißt die junge Kirche die Grenze zwischen Juden und Nichtjuden nieder und entdeckt allein den Glauben als Maßstab für die Zugehörigkeit zu Gott. Das schafft Widerstand! So steht neben Freude und Segen von Anfang an das Leiden, die Verfolgung um Christi Willen.

 

Doch gerade in unserer Zeit scheint unser Predigttext fern: weit entfernt vom normalen Gemeindeleben. Mitten im Deutschland am Anfang des neuen Jahrtausends scheinen Todesnöte, die um des Glaubens willen begegnen, fern, scheinen wir Christsein nur noch in den Rosen und Lilien heiler Gemeinden leben zu können.

 

Und doch: Die ersten Zeugen verpflichten: "Die Herrschaft soll sein inmitten deiner Feinde. Und wer das nicht leiden will, der will nicht sein von der Herrschaft Christi, sondern er will inmitten von Freunden sein, in den Rosen und Lilien sitzen, nicht bei bösen, sondern bei frommen Leuten sein. O ihr Gotteslästerer und Christi Verräter! Wenn Christus getan hätte, wie ihr tut, wer wäre selig geworden?" So schreibt es der große Reformator Martin Luther. Deshalb, so das Fazit Dietrich Bonhoeffers, gehören Christen unter ihre Feinde - und nicht in die Abgeschiedenheit eines Klosters - oder einer Gemeinde, die nur unter sich sein möchte und sich selbst genügt.

 

So bleibt an uns miteinander die Frage: Sind wir nicht als Gemeinden alle miteinander letztlich zu einer Bande christlicher Warmduscher geworden, die sich ein vermeintlich christliches Disney-Land basteln? Ein Disney-Land, in dem fleißige Männchen morgens mit Schlips und Aktenköfferchen zu ihrer Arbeit gehen. Und weil sie so fleißig und ehrlich sind, natürlich Erfolg haben. Ein Disney-Land, in dem fleißige Familien-Weibchen sich und den Haushalt hübsch machen, damit das fleißige Männchen - wenn es von der fleißigen Arbeit kommt - sich so richtig wohl fühlen kann. Ein Disney-Land, in dem es das höchste Ziel ist, dass ehrliche, hübsche und nach der neuesten Jugendmode angepasst gekleidete Junge problemlos, glatt und sauber ihre Schulkarriere hinter sich bringen, damit sie eines Tages auch fleißige, ehrliche und selbstgerechte Männchen und Weibchen sind. Und machen wir nicht auch noch aus unseren Gemeinden allzu oft hübsche, gemütliche Disney-Land-Gemeinden, damit wir auch noch einen Fluchtraum vor der bösen Welt haben, wenn wir vor die Haustür treten? Disney-Land Gemeinden, in denen die Sportschau eine höhere Bedeutung hat, als Tagesthemen oder Heute. Denn bei den olympischen Disney-Land-Spielchen bekommen ja nur fleißige und ehrliche Männchen und Weibchen als Lohn ihres harten Trainings eine Medaille- abgesehen von ein Paar Doping-Fällen natürlich.

 

Die Welt von Tagesthemen, Heute, NTV, CNN, Deutschlandfunk, Stuttgarter oder Süddeutscher Zeitung berichten aber über die Welt, die Gott geschafften hat und die er liebt. Die er liebt, auch wenn dort nicht nur der anständige Erfolg hat: Etwa wenn in Israel Ariel Sharon rasch mal einen halben Krieg von Zaun bricht, nur um sich in seiner Partei zu profilieren. Oder wenn der Präsidentschaftskandidat der Republikaner George Bush schnell ein Paar Todesstrafen vollstrecken lässt, von denen viele rechtlich keinen Bestand haben, um sich beim Wähler einzuschleimen. Oder wenn bei uns eine Atmosphäre entsteht, in der destabilisierte, sinnentleerte Menschen, die früher vielleicht auch einmal in Disney-Land groß geworden sind, Hakenkreuze malen, Steine oder Molotowcocktails werfen oder rasch ein Paar Ausländer verprügeln oder umbringen. Wenn sie das tun, weil sie sich so profilieren können und endlich einmal das Gefühl haben: Ich werde ernst genommen und kann denen da oben mal so richtig eine reinwürgen.

 

Oder wenn in einem Gastbeitrag in der FAZ vom 26. September 2000 der Molekular-Biologe James D. Watson die Frage stellt: "Wird es in Zukunft als unmoralisch gelten, die Geburt eines Kindes mit gravierenden genetischen Defekten zuzulassen? Und können diese Kinder später rechtlich gegen ihre Eltern vorgehen, weil diese nicht verhindert haben, dass ihre Kinder mit nur einer kleinen Chance auf ein Leben ohne physische und psychische Leiden auf die Welt kamen?" - Ein Artikel, der übrigens offen die Unantastbarkeit menschlichen Lebens in Frage stellt und sich damit - auch wenn er es selber vereint - in eine Reihe mit den Eugenetikern des Dritten Reiches stellt.

 

Wir können nicht überall etwas zu einer Lösung beitragen. Doch in einer Demokratie können wir als Christen mehr erreichen, als wir manchmal wahrhaben wollen. Und wir können für die Welt beten. Eben: Beten und arbeiten. Doch wir ziehen allzu oft unser Disney-Land und die Sportschau vor.

 

Petrus und Jakobus hatten keine solchen Fluchträume. Im Vertrauen auf Gott, auf Leben, Kreuz und Auferstehung Jesu Christi, hatten sie die auch gar nicht nötig. Sie gingen mitten unter ihre Feinde, waren nicht in Lilien und Rosen gebettet. Jakobus hat mit dem Leben dafür gezahlt, Petrus kam nur durch ein Wunder davon. Später wurde auch er - nach außerbiblischen Berichten - ermordet, was geschichtlich gesehen auch recht wahrscheinlich ist.

 

Gewiss lässt sich unser Predigttext nicht auf ein 'nun leidet mal schön' eindampfen. Der Vorwurf Nietzsches an das Christentum, es hätte seinem Verlagen nach Selbstmord über das Martyrium einen Weg geboten, muss zum Nachdenken anregen Und zwischen Christen, die zu Märtyrern werden und solchen, die Märtyrerles spielen, mit entsprechender Leidensmine herumlaufen, bedauert und gelobt werden wollen, besteht ein himmelweiter Unterschied. Es geht nicht darum, solange zu suchen, bis ich einen Anlass zum Leiden finde. Doch wenn wir mit unserem Predigttext und der Bibel Ernst machen, dann ist auch in unserer Zeit schnell der Punkt erreicht, an dem wir uns sehr unbehaglich fühlen müssen, wenn wir die Wege Gottes gehen.

 

Und das kann lebensbedrohlich werden. Ich denke beispielsweise an den Bericht einer jungen Frau aus unserer Derendinger Gemeinde, die als Hebamme im Sudan war und von Soldaten überfallen wurde. Oder Gefängnis: Ich erinnere mich an Begegnungen, die ich wenige Monate vor der Maueröffnung mit Christen in der DDR hatte, die gerade aus dem Gefängnis kamen. Ich erinnere mich an Interviews im polnischen Untergrund, an Gespräche mit Christen, die mit den Waffen des Glaubens gegen den Kommunismus kämpften. Dabei hat unser Text zwei Sichtweisen: Erstens: Gott mutet uns im Glauben manches zu, was für uns bedrohlich ist. Zweitens: Er kann uns gerade dort retten, wo wir ihm nachfolgen, so dass manches möglich wird, womit wir nie gerechnet haben.

 

Denn Erstens: Christsein heißt, sich der Welt aussetzen und in ihr die Botschaft von Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi verkündigen. Es gibt in England eine christliche Gemeinschaft, die hat eine ganz besondere Lebensregel: Ihre Mitglieder verpflichten sich, außer dem Sonntagsgottesdienst nur einen Tag pro Woche in der Gemeinde und in kirchlichen Kreisen zu verbringen. Das ist keine Gesetzlichkeit, kein Anpassen an die Welt. Es ist ein ganz bewusster Ansatz der Mission. Nur wenn ich mit der Welt in Berührung komme, kann ich als Sauerteig des Glaubens leben. So mag meine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr oder im Albverein, in einer politischen Partei oder einem Sportverein, einer Elterninitiative oder einem Umweltschutzverband mehr Gottesdienst sein, als manches fromme Programm. Bedenken wir dabei, dass die wenigsten Menschen durch die klassischen Evangelisationsveranstaltungen den Weg zu Christus finden. Die meisten finden ihn durch das persönliche Lebenszeugnis anderer Christen - so wie dies Jakobus und Petrus taten.

 

Es mag sogar sein, dass wir - wo immer wir gerade in der Welt stehen - erst einmal lange nicht über unseren Glauben reden. Doch ein Maßstab mag gerade dort zum Tragen kommen: Charles de Foucault, nach seiner Bekehrung im Oktober 1886 katholischer Missionar bei den Tuareg in der Sahara, missionierte unter dem Anspruch: Rede nicht, ohne gefragt zu sein - aber lebe so, dass du gefragt wirst. Er hat dafür mit dem Leben gezahlt: de Foucault wurde 1916 von einem Tuareg erschossen, nachdem er viele zum Glauben geführt hat.

 

Natürlich dürfen die Ansprüche, nur einen Tag in der Gemeinde zu verbringen oder nur gefragt zu reden, nicht zum Gesetz werden. Sie können aber eine Anregung sein, wenn wir damit Ernst machen wollen, in die Welt mit all ihren Risiken zu gehen und unser selbstgerechtes Disney-Land verlassen.

 

Auch bei Jesus stand konkretes Handeln oft vor der Verkündigung, stand die Frage des Zuhörers vor der Antwort. Eine Anregung kann uns hier de Foucault sicher geben: "Rede nicht ohne gefragt zu sein, aber lebe so, dass du gefragt wirst." Wenn wir dann allerdings gefragt werden, dann gilt es, in aller Deutlichkeit und Liebe mit den Worten der Menschen von heute zu bekennen: Leben, Tod und Auferstehung sind die Maßstäbe unseres Lebens - und das kann für uns erst einmal Leid bedeuten.

 

Doch Zweitens: Gott kann uns gerade dort - wie Petrus - helfen, ja retten, wo wir ihm nachfolgen, so dass manches möglich wird, womit wir nie gerechnet haben. Auch hier das unser Gebet mit- und füreinander wie damals in Jerusalem ein wichtiger Weg.

 

Das ist auch mein ganz persönliches Lebenszeugnis. Ich habe nicht damit gerechnet, einmal beruflich recht erfolgreich zu sein, als ich nach meinem Studium nicht Pfarrer werden konnte, weil meine Frau katholische Religionslehrerin ist. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es einmal möglich ist, eine leitende Position in der Öffentlichkeitsarbeit mit einer Vier-Tage-Woche zu verbinden - eine Grundvoraussetzung für meine regelmäßige Predigt- und Vortragsdienst. Es war ein Geschenk Gottes.

 

Und auch bei der Aktion neu anfangen, die ja nun einige Jahre hinter eurer wie hinter unserer Gemeinde in Derendingen liegt, durften viele die Erfahrung machen: Wir werden oft gar nicht - wie befürchtet - mit Spott überschüttet, wenn wir Menschen in unsere Gemeinden einladen.

 

Ober bei Aktionen wie der Vesperkirche: Es ist gar nicht so schlimm, wie wir denken, uns zu einem Alkoholiker und Obdachlosen zu setzen und mit ihm zu reden.

 

Oder in politischen Parteien oder Bürgerinitiativen: Wir können in sehr vernünftigen Worten mithelfen, Meinung zu bilden und zur Verantwortung zu rufen - auch wenn natürlich immer wieder Gegenkräfte am Werk sind und sein werden.

 

Doch wir können als Christen beten und arbeiten. Und wir können zur Hoffnung einladen: Denn wer die Hoffnung Christi kennt, der kann keine Molotow-Cocktails auf Synagogen werfen. Wer Gott kennt, der wird keinen Krieg in Jerusalem anzetteln, um sich politisch zu positionieren. Wer weiß, dass ihn Jesus Christus rettet, der wird den elektrischen Stuhl und die Giftspritzen nicht mehr als Wahlkampfmaschinen missbrauchen.

 

Und wer aus der Hoffnung für diese und die kommende Welt lebt, der muss keinen Artikel in der FAZ mit dem Untertitel "Warum wir Gott nicht mehr die Zukunft des Menschen überlassen dürfen" schreiben oder veröffentlichen. Er kann vielmehr in Gottes Namen für die Würde menschlichen Lebens eintreten und wird nicht zusehen, wenn sich Genetiker in barbarischem und mörderischem Zynismus dazu aufschwingen, wieder einmal zu entscheiden, welches Leben nicht lebenswert ist.

 

All dieser Einsatz kann uns aber auch in unserer Gesellschaft in große Unannehmlichkeiten führen, wenn wir als Grundlage von allem auf Christus verweisen. Doch ein Christ hat trotzdem Grund zur Hoffnung. Denn wir wissen uns in Gemeinschaft mit dem Gott, der mitten unter Menschen lebte, mit dem Gott, der gelitten hat, mit dem Gott, der für uns ans Kreuz genagelt wurde, mit dem Gott, der in der Auferstehung dem Tod die Allmacht genommen hat. Wir wissen uns in Gemeinschaft mit dem Gott, der diese Welt in all ihrer Vorläufigkeit liebt und auch unsere Liebe zu seiner Schöpfung will.

 

Wir wissen uns aber außerdem in Gemeinschaft mit denen, die auch in unserer Zeit für ihren Glauben gestorben sind: Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King, Maximilian Kolbe, aber auch die unzähligen, ungenannten Opfer der marxistischen, nationalsozialistischen, der radikal-muslimischen oder anderer Christen-Verfolgungen, in vergangenen Jahrhunderten auch im Namen der Kirche.

 

Das dürfen wir gemeinsam entdecken. Das dürfen wir gemeinsam leben. Daraus können wir die Kraft bekommen, uns auch einmal in Gottes Namen in die Nesseln zu setzen. Wenn wir dazu bereit sind, wann immer Gott uns ruft - dann können wir uns auch freuen, wenn eine umfassende Gemeinschaft der Christen wächst, in der wir zu Hause sind, die uns in Gebet und Gemeinschaft trägt, wenn wir kämpfen müssen. Denn auch Jakobus und Petrus standen gewiss in der vordersten Front der Weitergabe des Glaubens. Aber es waren keine Einzelkämpfer. Sie wusste sich mit Gemeinden verbunden. Sie wussten aber insbesondere, dass sie durch Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi Hoffnung haben in dieser und der kommenden Welt. Sie wussten, dass sie eine Zukunft haben, auch wenn diese Welt im Tod hinter ihnen liegt.

 

Deshalb ist es auch eine kaum überbietbare Tragik, dass in unserer evangelischen Konfession als ganzer der Glaube an die Bedeutung von Kreuz und Auferstehung in der Praxis kein verbindlicher Glaubensinhalt mehr ist. Ich verweise hier nur auf das Ergebnis der württembergischen Synodentagung zum Thema: "Das Ärgernis des Kreuzes". Im Vergleich dazu ist die jüngste Erklärung der römischen Konfession erfreulich eindeutig. Ansonsten ist sie ein schlimmer Rückschritt zu einer gottlosen Heim-ins-Reich-Ökumene, die menschliche Macht mit biblisch fundiertem Glauben und Gottes himmlisches Reich mit dem Vatikan verwechselt. Gott sei Dank gibt es in der römischen Konfession viele Christen, deren oberster Maßstab nicht Rom sonder Jesus Christus ist - so wie es in unserer Konfession viele gibt, für die Kreuz und Auferstehung unverzichtbar sind. Diese Gemeinschaft der Gläubigen ist Kirche Jesu Christi, nicht irgendein konfessioneller Verein, ob er nun einen Papst oder eine Synode an der Spitze hat.

 

In dieser Kirche ist der auferstandene Christus mit seinem Geist lebendig, der uns rettet, wo wir um seinetwillen leiden. In dieser Kirche ist der Tröstergeist gegenwärtig, der uns auch dann nicht alleine lässt, wenn das Christsein zum Tod führt. So stärkt uns Gott selbst, damit wir Zeichen der Hoffnung und des Glaubens setzten. Denn er hat uns zuerst geliebt.

 

AMEN

 


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