Ökumene ist der Versuch einer gelebten Antwort auf den biblischen Auftrag der Christen zur Einheit

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Predigten 2002


Ein revolutionärer Lobgesang

Bernhausen, 22.12.02. Maria bricht einer Botschaft die Bahn, mit einer Durchschlagskraft, von der die Werbeabteilungen von Coca Cola, von Mercedes-Benz oder von Persil nur träumen können. Sie wird Werkzeug einer Botschaft, an die sich ein ganzes globales Wirtschaftssystem drei Monate im Jahr als Trittbrettfahrer und blinder Passagier anhängt. So lädt Maria uns ein, mitten zwischen genormten Glühweinständen, blinkenden Standardsternen und einheitlichen Weihnachtsmännern, die gerade die Wand hoch klettern, uns auf das wahre Christfest vorzubereiten - und die Ware Weihnacht, das Kommerzprodukt eines Jahresendfestes hinter uns zu lassen.


Leben in dieser und der kommenden Welt

Bernhausen, 17.11.02. 'Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?' So fragte vor zwei Jahren des Meinungsforschungs-Institut Emnid. 42 % der Befragten antwortete mit Ja. Wer diese Frage mit Ja beantwortet, lebt mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit in Bayern oder Baden-Württemberg, hat einen Realschulabschluss, ist keine 50 Jahre alt, wohnt in einer Stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, lebt in einem Haushalt mit mehr als drei Bewohnern oder als Singel, hat ein Haushaltsnetto-Einkommen unter 2500 Euro und ist weiblich. Soweit die Statistik. Doch unser heutiger Predigttext stellt diese Frage viel direkter: 'Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod?'


Gott will die Einheit der Christen

Derendingen/Eckenweiler, 20 & 27.10.2002. Viele Christinnen und Christen stellen sich Gemeinde und Glaubensleben eher wie eine gute Metzgerei vor. Lauter Edelstahlschüssel: in der einen liegt Herz neben Herz, in der nächsten Leber neben Leber, woanders Kotelett neben Kotelett und Schnitzel neben Schnitzel. Wunderschön anzusehen, so dass man so richtig zum Einkauf verführt wird. Doch dieses Fleisch ist tot.


Apostel sind nicht für alles zuständig

Derendingen, 25.8.2002. Wenn ich an meine eigenen Jugendkreiszeit vor knapp dreißig Jahren zurückdenke oder mir unseren heutigen CVJM und die Kirchengemeinde betrachte, dann ist dies ein Schlüssel: Viele entdecken zuerst eine gute Gemeinschaft, in der man auch in kritischen Situationen für einander sorgt. Dann erst fragen sie danach, welche Grundlage diese Gemeinschaft hat und warum sie so ist, wie sie ist. Und erst so machen sich die meisten auf die Suche nach dem Auferstandenen. Deshalb ist die Fürsorge der Christen für Christen auch von äußerst großer missionarischer Bedeutung. Denn wer kommt zu ProChrist, ohne schon Kontakt zu unserer Gemeinschaft zu haben? So ist das, was wir normalerweise als missionarische Verkündigung bezeichnen, oft der zweite Schritt! Unser Zusammenleben als Christen ist ein entscheidendes Zeugnis.


Predigt oder Wirtschaftsjournalismus

Bernhausen, 14.7.02. Am 18.6. dieses Jahres veröffentlichte die Bundesbank eine erschreckende Zahl: 160 Milliarden Euro haben die Privatanleger in Deutschland durch den Verfall der Aktienkurse verloren. Die globale Pokerpartie hat sich gewendet: Pro Bürger dieses Landes waren es 2000 Euro. Es war ein Problem von "besoffenem Geld", wie es mir Herbert Kircher, Geschäftsführer der IBM Deutschland Entwicklung GmbH, in einem Interview fürs Handelsblatt gesagt hat. Wir haben uns auf trügerische Werte verlassen. Wo Menschen Jesus Christus in Ihrem Leben zulassen, da ändern sie sich und die Gesellschaft in der sie leben: Sie ändern eine Gesellschaft von einer Gesellschaft des Habens zu einer Gesellschaft, die vom Schöpfer her lebt. Von einer Gesellschaft des Habens zu einer Gesellschaft, die aus der Quelle lebt. Weil sie die Erfahrung des Volkes Israel in der Wüste macht: Gott gibt genug für alle, wo das Volk Gottes gemeinsam unterwegs ist.


Deeskalation durch Auferstehungsglauben

Unterjesingen/Bernhausen, 23.6.2002."Vergelte niemand Böses mit Bösem", so schreibt Paulus: Die Gnade und die Grenzen des Gewaltverzichts haben im 20. Jahrhundert Martin Luther King und Dietrich Bonhoeffer eindrucksvoll aufgezeigt und gelebt. Beide haben mit ihrem Leben für den Weg der Nachfolge Christi gezahlt.


Kurs halten im Glauben

Öschingen, 2.6.02. Zentraler geht es nicht - zumindest für einen frommen Juden. Denn er hat den ersten Satz unseres heutigen Predigttextes bereits als kleines Kind gelernt. Er trägt diesen Satz in einem kleinen Kästchen auf der Stirn zwischen den Augen und am Handgelenk. Er schreibt diesen Satz an seine Haustür, spricht ihn - nicht nur - als Morgen- und als Abendgebet.


Der Autopilot des Glaubens

Bernhausen, 19.5.2002. Wenn ich einem Auto erlaube, dass es etwas anderes macht, als ich selber will, dann brauche ich viel Vertrauen. Paulus stellt uns den Heiligen Geist sozusagen als einen Autopiloten des Glaubens vor. Er ist die direkte Beziehung zu Jesus Christus in uns. So bahnt Gott sich in uns seinen Weg und baut selbst die Gottesferne ab, die wir aufgebaut haben.


Hoffnung nach dem Amoklauf

Bernhausen, 4.5.02. Für den Weg zum Glauben ist das Alter zwischen 12 und 17 besonders entscheidend. Hier gilt, was Bundespräsident Johannes Rau auf der Erfurter Trauerfeier gesagt hat: "Wir dürfen unseren Kindern nicht vorgaukeln, dass die Welt heil ist. Aber wir sollten in ihnen die Zuversicht wecken, dass die Welt nicht unheilbar ist." Dieses Heil ist der leidende Gottesknecht Jesus Christus.


An Ostern fingen die Probleme an

Tübingen, 31.3.2002. Jesus ist auferstanden, die Welt ist wieder in Ordnung. Maria erwacht auf einer grünen Sommerwiese voller Osterglocken, singen Lobpreislieder und warten auf die fromme Andacht, die Petrus gleich halten wird. Nein! Die Probleme fingen erst einmal an.


Priska und Aquila als Vorbilder im Alltag

Tübingen, 10.3.2002. Sieben Leitsätze: - Gott traut einer Ehe etwas zu - Gott traut Frauen wie Männern etwas zu - Auch das Berufsleben kann darüber entscheiden, wie frei wir für Gott sind - Gott lässt in ganz normalen Familien Kirche der Einheit wachsen - Gott vergibt Leitungsaufgaben nicht nach einem pauschalen Schema - Gottes Wege sind oft langfristig - Gott braucht bewegliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Gott will keinen Oscar

Bernhausen, 3.3.02. Inmitten einer Zeit des Hauens und Stechens geschieht das eigentliche Wunder: Ein wütender Sturm - und nichts geschieht. Ein verheerendes Erdbeben - und nichts geschieht. Ein gewaltiges Feuer - und nichts geschieht: Gott will keinen Oscar für die besten Special Effects. Im Hauch des Schweigens, man möchte fast sagen: In einem Nichts begegnet Gott Elia.


Der zweite Sündenfall

Bernhausen, 3.2.02. Wer aber Gottes Liebe annimmt, der hält eine Kirche mit gläsernen Wänden aus und hat trotzdem allen Grund in ihr Lobpreis-Lieder zu singen. Er kann sich im privaten und in der Gesellschaft für die Opfer engagieren, weil er weiß, dass er nicht alles erreichen kann und nicht alles erreichen muss. Das macht uns zu lebendigen Brücken in einer gespalten Welt.







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