Konfessionsverbindende Ehen und Familien sind kein Problem - Sie sind die Lösung

Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland

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Kein Ende der Scheidung am Tisch des Herrn auf dem ökumenischen Kirchentag!

Konfessionsverbindende Paare tief enttäuscht über Deutsche Bischofskonferenz

Tübingen, 14. März 2003. "Wir sind tief enttäuscht, dass die Deutsche Bischofskonferenz weiterhin den Streit der Konfessionen auf dem Rücken konfessionsverschiedener Paare austrägt", betont das Leitungsteam des Netzwerks konfessionsverbindender Paare und Familien anlässlich der gestrigen Erklärung des obersten katholischen Gremiums in Deutschland, die nur knapp die bekannten Sätze zur Trennung der Christen bei Eucharistie und Abendmahl wiederholte. "Denn die offizielle Erlaubnis, dass interkonfessionelle Paare gemeinsam zum Tisch des Herr gehen dürfen, steht noch immer aus. Nur sie könnte eine Praxis beenden, die Paare und Familien mit Ehepartnern aus zwei Konfessionen zu Opfern der Spaltung der Christen macht"

 

Ankündigung nicht wahr gemacht

Dabei erinnert das Netzwerk an die Ankündigung der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich ihrer Frühjahrstagung 2002: �Nach Möglichkeit' solle bis zum ökumenischen Kirchentag im Mai 2003 eine Regelung verabschiedet werden, die es evangelischen Partnern in einer konfessionsverschiedenen Ehe ermöglicht, an der Eucharistie im katholischen Gottesdienst teilzunehmen. "In Berlin wird eine Chance verpasst. Durch diese Verzögerung werden gerade diejenigen konfessionsverschiedenen Paare weiter in die Resignation getrieben werden, die ihre Konfessionen noch ernst nehmen", so das Netzwerk weiter. Denn konfessionsverschiedene Paare sind heute mit über einem Drittel aller unter Christen geschlossenen Ehen ein Normalfall in Deutschland.

 

Die Schuld der Konfessionen

Die Gemeinschaft am Tisch des Herrn ist eines der Grundanliegen des Netzwerkes. Denn konfessionsverschiedene Paare müssen sich nicht bei den Konfessionen für ihr Dasein entschuldigen, da sie eine ganz normale christliche Ehe leben. Die Konfessionen aber leben entgegen dem biblischen Auftrag zerstritten und gespalten und erschweren so den konfessionsverschiedenen Paaren und Familien Alltag und Glaubensleben. Es ist deshalb notwendig, dass die Verantwortlichen in den Konfessionen ihre Schuld gegenüber diesen Ehen erkennen, eingestehen und Konsequenzen daraus ziehen: Die Konfessionen haben zu Recht zugestimmt, dass konfessionsverbindende Ehen möglich sind. Daraus folgt als eines der wichtigsten Ziele, dass endlich ein Anspruch konfessionsverbindender Paare auf die gemeinsame Teilnahme bei Eucharistie und Abendmahl anerkannt wird. Denn "was vor Gott eins ist, darf am Tisch des Herrn nicht geschieden werden."

 

Ökumenischer Kirchentag und Welttreffen

Am Freitag, den 30. Mai hält das Netzwerk von 15:00 Uhr bis 16:30 in der evangelischen Kirche auf dem Tempelhofer Feld in Neutempelhof anlässlich des Ökumenischen Kirchentags einen Wort-Gottesdienst gerade auch für Familien mit dem Thema: "Ein Schiff, das sich Familie nennt - konfessionsverbindende Familien, ihr seid die Lotsen der Ökumene". Außerdem können Interessierte an einem Stand auf der Agora mit den konfessionsverbindenden Christen ins Gespräch kommen. Durch Vernetzung mit vergleichbaren Dachorganisationen interkonfessioneller Paare aus England, Frankreich, Italien, der Schweiz und Österreich sowie Kontakte nach Kanada, Australien und in die USA ist das 'Netzwerk konfessionsverbindender Paare und Familien' intensiv eingebunden in die organisatorische, geistliche und theologische Vorbereitung der zweiten Weltkonferenz interkonfessioneller Paare. Sie findet vom 24. bis 28. Juli 2003 in Rom statt und steht unter dem Thema: "Vereint in Taufe und Ehe - konfessionsverbindende Familien, berufen zum gemeinsamen Leben in der einen Kirche Jesu Christi, für die Versöhnung unserer Kirchen". Infos und Anmeldung bis Ende März bei der Geschäftsstelle des Netzwerks: Sudetenstr. 22 - 71263 Weil der Stadt - Telefon 07033 529990

 

Ansprechpartner für Medien-Rückfragen

Beate und Jörg Beyer, +49 (7071) 763421, beyer@oekumene.net

Aktuelle Rückfragen +49 (171) 1206028

 

Wie danken im Voraus für ein Belegexemplar an:

Netzwerk konfessionsverbindender Paare und Familien

Beate und Jörg Beyer, Spelterweg 1, 72072 Tübingen

 

Für Informationen, Rückfragen und Recherchen zu den Themen konfessionsverschiedene Ehe und Ökumene steht das Netzwerk jederzeit zur Verfügung.







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